FAQ



Relevante Fragen bleiben sichtbar.

Baugenehmigung

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  • Muss ich meine Dachbegrünung vor dem Bau genehmigen lassen?

    Extensive Dachbegrünungen sind nicht genehmigungspflichtig, bei genutzten, d.h. begehbaren Dachbegrünungen und Dachterrassen sieht das anders aus. Hier können Grenzabstände wie bei Balkonen zur Geltung kommen und wir empfehlen vorab eine Genehmigung einzuholen.

Baukonstruktion

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  • Wie kann ich einen unerwünschten Wasseranstau vermeiden?

    Die Dachfläche mit einem Gefälle von mindestens 2% planen und ausführen und darauf achten, dass auch die ggf. vorhandenen Kehlen das Gefälle haben und die Dachabläufe am tiefsten Punkt liegen.

  • Wie sieht der grundsätzliche Dachabaufbau bei einer Dachbegrünung aus?

    Ein möglicher Regelaufbau bei einem „Warmdach“: Bauwerksdecke, Dampfsperre, Wärmedämmung, Dachabdichtung (wurzelfest nach FLL bei einer Dachbegrünung) und dann ggf. der Gründachaufbau. Bei einem Umkehrdach: Bauwerksdecke, Dachabdichtung (wurzelfest nach FLL bei einer Dachbegrünung), Wärmedämmung und dann ggf. der Gründachaufbau.

Dachabdichtung / Wurzelschutz

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  • Welche Abdichtungen/Folien empfehlen Sie als Dachabdichtung bzw. Wurzelschutz?

     

    Eine Marke oder Produkt können wir nicht empfehlen. Wichtig ist jedoch der glaubwürdige Nachweis der erfolgreich durchgeführten Prüfung auf Wurzelfestigkeit nach dem FLL-Verfahren. In der „WBB-Liste“ der FBB (www.fbb.de) sind erfolgreich getestete Produkte zusammengefasst.

     

     

  • Gibt es rhizomfeste Dachabdichtungen?

     

    Es gibt derzeit noch kein Prüfverfahren, bei dem die Rhizomfestigkeit gegen Bambus geprüft und attestiert werden kann. Das einzige Verfahren (FLL 2008), das es jetzt gibt, trifft nur die Aussage „rhizomfest gegen Quecke“, was keinesfalls heißt, dass das Produkt auch Rhizomfest gegen Bambus ist. Unsere Empfehlung: grundsätzlich den Lieferanten um eine schriftliche Bestätigung bitten.

     

     

  • Zerstört das Wurzelwerk der Pflanzen nicht mit der Zeit die Dachabdichtung?

     

    Es gibt mittlerweile von nahezu allen Herstellern wurzelfeste Dachabdichtungen. Achten Sie dabei bitte auf das Prüfzeugnis „Wurzelfest nach FLL“. Auch eine nicht wurzelfeste Abdichtung kann durch das nachträgliche Aufbringen einer zusätzlichen Wurzelschutzfolie geschützt werden.

     

     

Dachgefälle

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  • Muss ich ein Gefälle vorsehen?

    Bei Extensivbegrünungen sind 1-4% empfehlenswert, bei Intensivbegrünungen, die mit Wasseranstau vorgesehen werden eher kein Gefälle, also 0%. Ein Gefälle muss nicht zwingend sein, doch die Vegetation entwickelt sich bei Gefälle besser und ist etwas pflegeleichter, weil sich nicht so viel unerwünschter Fremdbewuchs ansiedelt. Die Dachabdichtung muss bei gefällelosen Dächern höhere Qualitäten erfüllen.

Entwässerung

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  • Muss eine Entwässerung vorgesehen werden und was ist zu empfehlen?

    Eine Entwässerung des Überschusswassers muss sein. Es ist auf die bauliche Situation abzustimmen, ob es eine Punkt- (Ablauf) oder Linienentwässerung (Dachrinne) ist, wichtig ist nur, dass sie an der tiefsten Stelle der Dachfläche liegt.

Fachbetriebe

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  • Wo finde ich geeignete Fachbetriebe, die mein Gründach aufbauen?

    Fachbetriebe finden Sie in unserem Mitgliederbereich

  • Soll ich mich wegen eines Gründachs eher an einen Dachdecker oder an einen Gärtner wenden?

    Häufig arbeiten Dachdecker und Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus bei der Begrünung von Dächern Hand in Hand. Während sich der Dachdecker um Abdichtung und Wärmedämmung kümmert, wird der Begrünungsaufbau durch Betriebe der grünen Branche geleistet. Vor Auftragsvergabe lohnt sich auf jeden Fall ein Blick in die Gründach-Referenzliste der Betriebe.

Förderung / gesplittete Abwassernutzung

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  • Wo kann ich mich über Förderungen/Zuschüsse/Abwassersatzungen informieren?

    Bei Ihrer Gemeinde im Bau- oder Umweltamt.

Gründachaufbau

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  • Welchen Gründachaufbau wähle ich bei einer Garage oder Carport?

    Der klassische Aufbau für eine Extensivbegrünung ist: auf die wurzelfeste Dachabdichtung (oder alternativ die Wurzelschutzfolie), kommt das Schutzvlies Typ RMS 300, die Festkörperdränage FKD 25, das Filtervlies Typ 105, das Extensivsubstrat Typ E (ca. 8 cm) und dann die Pflanzen. Der beschriebene Aufbau wird beim Optigrün-Garagenpaket komplett geliefert.

  • Kann man Oberboden als Substrat für die Dachbegrünung verwenden?

    Oberboden ist zur Verwendung bei extensiven Dachbegrünungen nicht geeignet. Dies liegt u.a. an den im Vergleich zu mineralischen Substraten deutlich schlechteren Drän-Eigenschaften, der höheren Gewichtsbelastung und der meist unbekannten chemischen und physikalischen Bodenstruktur. Zusätzlich sorgen häufig der hohe Nährstoffgehalt und die Verunreinigung mit Fremdsamen und Wurzelunkräutern dafür, dass die ausgebrachte Extensivbepflanzung zu konkurrenzschwach ist, um sich dauerhaft zu etablieren. Auch bei Intensivbegrünungen muss das Substrat genau auf die Vegetation und den Dachstandort abgestimmt werden. Bei Substrathöhen über 35 cm sollte dabei ein Schichtaufbau mit überwiegend mineralischem Untersubstrat verwendet werden.

Kostenrichtwerte

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  • Wie viel kostet eine Dachbegrünung?

    Die Kostenschätzungen beziehen sich auf größere Industriedächer: Extensive Dachbegrünungen sind bereits für 25-35 €/m² zu haben. Da auch für Kiesbeläge Kosten von ca. 10 €/m² angesetzt werden müssen, beträgt der Aufpreis für den grünen Schutzbelag nur 15-25 €/m². Bei Intensivbegrünungen/Dachgärten hängen die Begrünungskosten sehr stark von den individuellen Gestaltungswünschen ab. Kleinere Flächen haben einen höheren Quadratmeterpreis als größere Flächen und die Kostenrichtwerte können regional stark abweichen.

Pflanzen / Vegetation

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  • Wo können wir geeignete Pflanzen kaufen?

    Am besten bei spezialisierten Fachgärtnereien oder unter www.dachbegruenung24.de

  • Wie verändert sich das Erscheinungsbild der Dachbegrünung im Jahresverlauf?

    Der jahreszeitliche Verlauf der Vegetations- und Blührhythmik sorgt auch auf dem Dach für viele abwechslungsreiche Aspekte. Reine Sedumbegrünungen zeigen v.a. von Mai bis Juni ein sehr farbenkräftiges Bild. Durch die zusätzliche Bepflanzung mit trockenheitsresistenten Stauden lässt sich der Blütezeitraum auf die Monate März bis Oktober ausdehnen. Aus ökologischen und optischen Gründen sollte bei der Pflanzenauswahl gezielt auf eine artenreiche Zusammensetzung geachtet werden.

Photovoltaik

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  • Gehen Photovoltaik und Dachbegrünung gleichzeitig?

    Ja, wenn darauf geachtet wird, dass die Pflanzen keinen Schatten auf die Photovoltaikmodule werfen.

  • Welche Vorteile ergeben sich aus der Kombination Photovoltaik / Dachbegrünung?

    Die Dachbegrünung kühlt die Photovoltaikmodule und erhöht damit deren Wirksamkeit. Bei auflastgehaltenen Modulen (wie z.B. Solarsafe von Optigrün) sichert das Gründach mit seinem Gewicht das Modul und so muss nicht einmal in die Dachabdichtung/Baukonstruktion eingegriffen werden – und das schützt vor schnelle Reparatur- und Sanierungsarbeiten an der Dachabdichtung.

Planung und Bauabnahme

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  • Wer hilft mir bei der Planung meine Dachbegrünung/Dachterrasse?

    Ein erfahrener Architekt und die Gebietsleiter der Optigrün international AG (www.optigruen.de).

  • Muss eine Dachbegrünung Marke Eigenbau von einem Fachmann abgenommen werden?

    Nicht unbedingt, wenn keine Förderungen oder ähnliches dahinter stehen.

  • Was ist bei der Planung eines Gründaches zu beachten?

    Unter anderem Statik, Wurzelschutz, Entwässerung, Gefälle, Nutzung und der davon abhängige Gründachaufbau

  • Wie sieht es mit der Brandgefahr von begrünten Dächern aus?

    Gepflegte Dachgärten mit intensiver Begrünung gelten als so genannte „Harte Bedachung“ und bieten Schutz vor Flugfeuer und strahlender Wärme. Auch für Dächer mit extensiver Begrünung gilt dieses Merkmal, wenn bei Substratzusammensetzung und der Anlage vegetationsfreier Schutzstreifen bestimmte Kriterien berücksichtigt werden.

Sachverständige

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  • Wo finde ich geeignete Sachverständige für Dachbegrünungen?

Statik

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  • Mit welcher Zusätzlichen Last muss ich durch die Dachbegrünung rechnen?

    Dünnschichtige, extensive Begrünungen belasten die Dachfläche in wassergesättigtem Zustand nur mit 60-150 kg/m². Die nachträgliche Begrünung von Kiesdächern (Kiesgewicht ca. 100 kg/m²) ist nach Entfernung der Kiesschicht in der Regel kein Problem. Auskunft über die Lastreserven Ihres Daches erhalten Sie beim Architekten, Statiker oder erfahrenen Dachdeckern.

Überschusswasser

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  • Kann ich das Überschusswasser aus der Dachbegrünung für weitere Zwecke nutzen?

    Dachbegrünungen speichern je nach Aufbaudicke und Substrat 50-90% der jährlichen Niederschläge. Die restliche Niederschlagsmenge kann bei Bedarf in modernen Regenwasser-Bewirtschaftungssystemen (z. B. Zisternen) gesammelt werden und steht später für die WC-Spülung, Gartenbewässerung oder Gebäudereinigung zur Verfügung.

Vorteile begrünter Dächer

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  • Was spricht für eine Dachbegrünung?

    Es gibt viele Gründe für begrünte Dächer, unter anderem sind das: Schutz der Dachabdichtung vor Extremtemperaturen und Extremwitterungen wie z.B. Hagel, damit Verdopplung der Lebensdauer der Dachabdichtung, Regenwasserrückhalt, damit Entlastung der Kanalisation und Einsparung von Abwassergebühren, Verbesserung des Umgebungsklimas durch Luftbefeuchtung, Lärmminderung und Staubfilterung, Ersatzlebensraum für Tiere, also ökologische Ausgleichsfläche, optische Aufwertung des Gebäudes, Schaffung neues Wohnraumes bei Dachterrassen.

  • Was hält länger - ein Kiesdach oder ein Gründach?

    Auch bei fachgerechter Ausführung halten nackte oder bekieste Flachdächer im Schnitt nur 15-25 Jahre. Die Ursache hierfür sind extreme Umwelteinflüsse auf dem Dachstandort, die das Abdichtungsmaterial schnell altern lassen. Auf begrünten Dächern sorgt der Systemaufbau mit Vegetations- und Substratschicht für einen nachhaltigen Schutz der darunter liegenden Dachabdichtung. Das anerkannte Fraunhofer-Institut schätzt die Lebensdauer eines Gründachs deshalb auf mindestens 40 Jahre.